Schmalblättriges Weidenröschen(Epilobium angustifolium)

Wissenswertes
Eine Pflanze kann tausend Samen bilden, die bis zu 10 km weit fliegen können.
In Russland verwendet man die Blätter für „Koptischen Tee“, einen Ersatz für "Schwarzen Tee". Junge Triebe und Blätter eignen sich für Wildgemüse oder sind auch wie Feldsalat zu verwenden.
In der Volksheilkunde wird die Pflanze gegen Prostatavergrößerungen empfohlen.
Die Pflanze galt als blitzabweisend und gehörte in manchen Gegenden zum Kräuterbuschen von Maria Himmelfahrt. Die Wurzeln der Kräuterweihe reichen weit bis zu den Ur- Mysterien der Menschheit zurück.
Zuerst wurden mit einem Kräuterbusch Natur- und Erntedankfeste zu Ehren verschiedener Götter gefeiert. Um 745 n. Chr. Wurde erst die Kräuterweihe verboten, dann unter den Segen Marias gestellt. Seitdem feiert man die Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt und das ist am 15. August...

Die Legende...
...als am 3. Tag nach dem Begräbnis Mariens die Apostel ihr Grab besuchten, schlug ihnen eine Woge köstlichen Wohlgeruchs entgegen. Das Grab war verlassen, dafür aber angefüllt mit Rosen und Lilien, rings um die Grabstelle sprossten und blühten all die bescheidenen Heilkräuter, welche die Gottesmutter in ihrem Leben geliebt hatte. Seitdem werden am Tage des Heimgangs der Gottesmutter in der Kirche die Kräuter geweiht.

Die kathol. Kirche sieht die Weihe vor allem als Ausdruck für die Achtung vor der Schöpfung und die Heilkraft der Kräuter als Symbol für die Zuwendung Gottes an den Menschen.
In der Kräuterweihe mischen sich Tradition und Frömmigkeit, Volksglaube und Religiösität, verbunden mit der Notwendigkeit Werterhaltendes zu bewahre. Maria Himmelfahrt ist der Auftakt zur wichtigsten Kräutersammelzeit des Jahres. Heilpflanzen, die zu dieser Zeit gesammelt werden, übertreffen alle anderen Kräuter an Kraft (mit Ausnahme der Johanniskräuter, die zur Sommersonnenwende gesammelt werden).Die Spanne gilt bis zum 15. September und wird als „Frauendreißiger“ bezeichnet- inmitten der 8. Sept. als „Kleiner Frauentag“ = Maria Geburt.

Dazu wieder eine Legende..
...in dieser Zeit wird von der Mutter Gottes die Erde gesegnet.
Viele Kräuter dieser Zeit finden in der Frauenheilkunde Verwertung.

Örtlich gibt es verschiedene Traditionen des Kräuterbuschen. Als meist gesammelte Kräuter hierzu gelten Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Kamille, Johanniskraut, Liebstöckel, Pfefferminze, Schafgarbe, Wermut, Marguerite, Rainfarn, Raute, Thymian, Wegwarte, Weidenröschen und als Zepter in der Mitte die Königskerze.
Hierzu biete ich jedes Jahr einen Kurs an, bei dem Sie sich selber Ihren Buschen gestalten können. Sie werden sehen, es macht großen Spaß. Schauen Sie hierzu meinen Kalender im Monat August an.