Beifuß, Gewöhnlicher(Artemisia vulgaris)

Gewöhnlicher Beifuß.
Er stand bei den Angelsachsen und den keltischen Druiden hoch im Kurs. Es war eines der Kräuter, die Unheil und Gifte abwehren sollten. Beifuß galt als die Mutter der Kräuter und wurde mit Hexenkünsten sowie Fruchtbarkeitsritualen in Verbindung gebracht. Auf der Isle of Man im Ärmelkanal trägt man Beifuß bei sich am 5. Juli, dem Nationalfeiertag, der im alten Kalender der Mittsommertag war. In griechischen und römischen Schriften aus dem 1. Jahrh. n. Chr. wird das Kraut häufig beschrieben, in chinesischen Texten reicht seine Erwähnung bis auf die Zeit um 500 n. Chr. Zurück.
Es wird behauptet, dass Römer die Pflanze an ihren Straßen gepflanzt hätten, damit die vorbeimarschierenden Soldaten es in ihre Sandalen stecken konnten. Der Glaube an die Wirksamkeit bei müden Füßen hielt sich durch die Jahrtausende: Wenn ein Fußreisender am Morgen Beifuß in seine Schuhe steckt, kann er bis zum Mittag 40 Meilen laufen, ohne müde zu werden.“(W. Coles, „The Art of Simpling,“ 1656).
Andere Beifußarten sind in unter anderem in Südafrika von medizinischem Nutzen. Bei Verdauungsbeschwerden sowie fieberhaften Erkrankungen verwendet wird A. afra z. B. um nur ein Land mit einer Beifußart zu nennen. Also, man sieht und hört, Beifuß ist das Kraut, mit „langer Erfahrung über die Kontinente der ganzen Erde“. Man bezeichnet unseren heimischen Beifuß auch als europäischen Ginseng.

Sammeln und aufbewahren:
Beifuß ist am aromatischten, wenn die Blüten noch geschlossen sind, sie sollten bei der Ernte noch klein, grün und kugelig sein. Falls ein brauner Kranz schon zu erkennen ist, dann sind die Blüten bereits verblüht. Man kann dann zwar noch sammeln, jedoch ist das Aroma nicht mehr so kräftig. Im Frühjahr, wenn die Stängel noch zart sind, kann man die Blätter zu Wildgemüse und Salat verarbeite4n. Der feine Zitronenduft und Geschmack ist ein erfrischendes Geschmackserlebnis. Ab Juni werden dann die Blütenknospen von den Stängeln gestreift und frisch oder getrocknet verwenden. Blätter verwendet man immer frisch.
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